Mehr Exemplare = mehr Erfolg oder eher Spam?

Gestern war unser Postkörbchen schön gefüllt. Wenn alles Rechnungen sind und das als Zeichen gewertet werden kann, dass auf den vielen Baustellen viel läuft, dann ist das gut so.

Allerdings war das nicht der Grund, sondern vielmehr etwas, was ich nie und nimmer verstehen kann:

Seminarangebot Broschüre

Wir erhielten von einem Maschinenhersteller eine Broschüre mit den Seminarangeboten für 2013. An sich eine gute Sache! Doch erhielten wir die Broschüre fünf (5!) mal – was dann doch sehr verwundert.

Der Maschinenhersteller glänzt nun nicht gerade mit günstigen Preisen, sowohl bei der Anschaffung als auch bei Service- und Reparaturleistungen.

Und nun erhalten wir – mit ca. 50 Mitarbeitern insgesamt sicher keine große Nummer bei diesem Hersteller – fünf mal, jeweils separat verschickt, diese teure Broschüre. Verschickt durch einen Dienstleister.

Das ist unnötig und Geldverschwendung, eine Broschüre hätte gereicht. Aber scheinbar wird der Erfolg auch teilweise an der Anzahl gesammelter Adressen und somit auch der Auflage von Drucksachen gemessen.

Dies zahlen die Kunden mit höheren Preisen – Kundennutzen kann ich darin keinen erkennen. Es ist sogar so, dass nicht nur mehr Papier produziert wurde, unnötig viel Portokosten angefallen sind, sondern auch dass wir dadurch höhere Entsorgungskosten haben.

Im Zuge von Web2.0 und moderner Kommunikation ein Schritt in die falsche Richtung! Daher halte ich es für angebracht, dass in vielen Marketing-Abteilungen und auch bei externen Dienstleistern, die dann Verpackung und Versand übernehmen, über solche Abläufe nachgedacht wird!

Dem Hersteller habe ich eine E-Mail geschickt, ich bin gespannt, ob und wenn ja, welche Reaktion darauf erfolgt…
E-Mail an Maschinenhersteller wegen zu vieler Broschüren

Nachdenkliche Grüße

Ihr / Euer Jens A. Heim

3 comments

  • Heike Eberle

    Das ist eine pure Ressourcenverschwendung!

  • Dieses Problem kenne ich nur zu gut. Bei uns liegen auch regelmäßig Seminarangebote in doppelter und dreifacher Ausführung im Briefkasten. Dazu noch adressiert an Mitarbeiter, die es schon ewig nicht mehr im Unternehmen gibt. Gemeldet haben wir das den Verantwortlichen auch schon zigmal, mittlerweile jedoch aufgegeben. Inzwischen habe ich einen „Zurück an Absender“-Stempel mit der Zusatzinformation, dass der Adressat nicht unter der Adresse erreichbar ist. Bringt auch nichts, da jetzt wahrscheinlich die Post die Entsorgung übernimmt. Aber eines ist mir inzwischen klar geworden: ich weiß jetzt, warum diverse Seminare so exorbitant teuer sind… ;)

    • So ist das, wenn man Adressdaten kauft – da ist eben viel Müll mit dabei.
      Leider ist es, dass diese Ausgaben im Gemeinkostenblock auflaufen, diesen aufblähen und somit die Preise steigen lassen. Unnötig.
      Stempel hatte ich auch schon überlegt, guter Hinweis. Aber leider bringt das Zurücksenden nichts, das sagt mir die Post-Dame auf jedes Mal…
      Das einzige, was da hilft, ist vermutlich mit einer Abmahnung drohen…

      Sonnige Grüße
      Jens

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